wieder da...
also puenktlich zum 1. april gings mit dem nachtzug ueber oslo nach stavanger. im schmucken staedtchen mit knappen 115000 ew. konnte dann auch bald das b&b bezogen werden und so gings auf erkundungstour. das oertliche oelmuseum ist definitiv einen besuch wert. mit multimedialer unterstuetztung, modellen und exponaten zum anfassen wird von der entstehung bis zur produktion vieles sehr gut vermittelt. im weiteren tagesverlauf ging es dann noch in den sehr gut erhaltenen dom , auf eine kleine einrollung durch die naehere umgebung und abends mit ein paar netten maedels durch die lokale kneipenlandschaft.
aehnlich vernebelt wie stavanger war am naechsten morgen auch mein kopf und so gings leicht verspaetet suedwaerts ins geschaeftige sandnes und von dort etwas desorientiert weiter nach lauvvik. gleich vor und nach der ersten faehrenfahrt ergaben sich wunderbare ausblicke auf die hogs- und lysefjord, an den ufern von letzterem verlief die strasse dann auch. bei schoenem wetter gings weiter durch teils bergiges gelaende entlang der r13 und schliesslich bis fast an die preikestolenhytta.
zeitig am samstag begann dann auch der mit ca 2h angegebene aufstieg durch unwegsames gelaende, entlang von flachmooren und ueber schneebedeckte fjelle. bei strahlendblauem himmel war ich dann der einzige auf dem felsplateau mit der postkartenaussicht schlechthin. knapp 600m sind es nahezu senkrecht hinab ans fjordufer und die leichten windboen verstaerkten das luftige erlebnis. beim abstieg begegnete mir dann auch ein kommilitone zwischen den aufsteigenden. entlang der kueste bis tau, und von dort durch das tysdal bis zu einem schiessstand hinter hjemeland.
tiefhaengende wolken, regen und etwas hagel begleiteten den vormittag waehrend es entlang des josenfjordufers in richtung vadla und von dort aus ueber die ersten richtigen berge hinauf zum mosvatnet ging. gleich in der naehe, allerdings nicht in sicht, liegt der blasjo, das groesste fur die stromerzeugung genutzte wasserreservoir des landes. an etlichen ferienhuetten vorbei und wieder hinab ins tal durch eine von vieh- und holzwirtschaft und teils von kiesgruben gepraegte landschaft weiter auf dem ryfylkevegen zum nachtlager in einer scheune nahe nesflaten.
tags drauf abermals durch verschneie taeler nach hara, wo ich den abzweig nach roldal und zur dortigen stabkirche vergass. stattdessen ging es hinauf zum skilift und die ein- und abfahrt durch zwei 5 und 2,5km lange tunnel unter dem seljestad hinab ins wunderbare josendal mit aussicht auf die schneebedeckte hardangervidda hochebene. am latefosswasserfall vorbei gings dann in die huettenstadt odda (laut reisefuehrer alu und zink), durch den ueber 11km langen folgefonntunnelen in eine herrlich fjordlandschaft von mauranger- und sildafjord bis etwa aenes.
in rosendal waren die baroniet, skandinaviens kleinstes schloss, sowie die kirche noch nicht auf touristen eingestellt und so ging es mit ausblick auf die kvinnheradsfjord und gelegentlich den folgefonnnationalpark mit dem drittgroessten gletscher norwegens abermals durch den tunnel zurueck in den sorfjord. bei wechselhaftem wetter durch die obstanbaugebiete nordwaerts rollend erreichte ich die siedlung agatunet, welche ca 40 teilweise bewohnte haeuser vom 13. jhd bis heute vorweisen kann. mit ein- und ausblicken in/auf eid- und hardangerfjord fuehrte die route schliesslich bis nach utne, wo sich eine windige nacht ankuendigte.
mittwoch, der tag mit den schoensten panoramas begann auf der verkehrsruhigen touristenstrasse entlang der suedseite des hardangerfjords. nach herand hineinrollend zeigte sich eine landschaft des fjords und der umgebenden schneebedeckten berge von fantastischem anblick. von jondal querte ich den fjord auf die landschaftlich weniger schoene nordseite des hardangerfjords und folgte der r49 bis gjermundhamn, um die erhoffte einkaufmoeglichkeit verschlossen vorzufinden. entaeuscht weiter bis olve.
mit nassem zelt im gepaeck ging es bei aufklarendem wetter durch verschlafene buchten nach vage, auf die faehre und zuerst auf dem zigzag-radweg, dann aber entlang der strasse nach bergen. entlang des weges in die innenstadt auf guten radwegen lag auch die gastresidenz der koeniglichen familie.
im laufe der naechsten tage habe ich die meisten der offenen museen (ueber ostern fahren die norweger traditionell zum skifahren etc. in ihre huetten in den bergen, sodass in den bergener museen u.ae. wenn nur verkuerzte oeffnungszeiten stattfinden), sowie die stadt selbst radelnd besichtigt und die oertliche kneipenlandschaft erkundet. mit 240 regentagen im jahr bieten sich mueseumsbesuche durchaus an und es gibt sie normalerweise auch in huelle und fuelle. im hanseatischen museum wurde knapp der einfluss und das exportmonopol der hanse fuer nordischen stockfisch dargestellt und viele gegenstaende aus jener zeit in einem holzhaus untergebracht. von vikingerbooten bis zum tanker waren sehr viele exponate im schifffahtsmuseum zu sehen, aber auch die geschichte der stadt, ein bisschen zu den vikingern selbst und einigen anderen themen mehr wurden anschaulich dargeboten. im brygge museum wurde die bau- und lebensweise im deutschen viertel etwas naeher beleuchtet.
da petrus aber gnaedig war und die statistik gebrochen hat, waren auch die wanderung zu ulrikes gipfel und durch die huebschen strassen nahe der innenstadt und zwischen den holzhaeusern drin. im hafen lagen neben der christian radich und staatsrad lemkuhl auch das servicevessel island wellserver, sowie etliche trawler. weiter im norden der stadt war gamle bergen und sandvik definitiv einen abstecher wert, zumal dort auch einige bootsrestauratoren ueber die osterfeiertage am werkeln waren.
auf der heimfahrt fuehrte die bahnstrecke u.a. durch die winterlandschaft von voss, am hallingskarvet und geilo vorbei, ueber oslo zurueck ins kuehle, aber mittlerweile schneefreie trondheim...
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