Donnerstag, 17. September 2009
mitllerweile bin ich schon soweit wieder im alltag angekommen, dass die gelegentliche aktualisierung des blogs voll au dem blickfeld gerueckt ist.
am 18. august war ich abends bei meinen eltern in erfurt wohlbehalten angekommen und konnte den ganz normalen luxus wieder in vollen zuegen geniessen.
im wesentlichen verliefen die letzten etappen der tour noch durch weiterhin recht flache landwirtschafltich-gepraegte landschaften, die wunderschoene innenstadt poznans, vorbei an den tabakfeldern an der oder weiter nach zgorzelec/ goerlitz. letzteres schien gefuehlt mit npd-, aber auch anti-rechts-plakaten gepflastert zu sein. weiterhin en route befanden sich noch bautzen, meissen, riesa und leipzig, von wo es dann ab weisenfels gemuetlich flussaufwaerts bis in thueringer becken ging. auf den letzten kilometern stellten sich die bekannten probleme der auffindung und des folgens der radroute wieder ein, fast so als kenne man sich dort nicht aus...
in uebertriebener langsamkeit erfolgten in den naechsten wochen natuerlich die besuche von verwandten, wohnungssuche in freiberg und sehr allmaehliche pruefungsvorbereitung. und nach all der anstrengung war es an der zeit fuer eine pause; die selbst im urlaub befindlichen eltern wurden auf der in antwerpen gestrandeten amelie besucht. nach behobenem anlasserproblem konnten sie ihren segelurlaub gluecklicherweise fortsetzen. nach ein paar schoenen tagen mit ihnen auf dem boot und einem kurzen abstecher ins niederlaendische delft gings dann wieder heim.
Montag, 10. August 2009
Freitag, 31. Juli 2009
von tartu gings beladen mit neuem reifen richtung polva. am naechsten tag dann durch polva nach voru, wo kurz vor der einfahrt dann auch der latschen gebraucht wurde, also wunderbares timing. ueber rouge mit seinen seen und alternativen energiequellen dann durch estlands berge zum hoechsten baltischen punkt bei haanja. am darauffolgenden morgen folgte der einritt nach lettland im nieselregen durch immernoch recht huegelige landschaft. in aluskne stand das naturmuseum mit einer sammlung von flouroszierenden mineralien und anschliessend die fahrt nach gulbene in der schmalspurbahn an. am bahnhof wiesen zwei im lokschuppen untergebrachte briten den weg zur traditionellen saune, die sich gewaschen hatte. nicht mehr ganz so huegelig gings dann weiter in richtung madona. von da aus dann nach laudona, wo das erwartete grosse zewntrum zu den nationalparks nicht, dafuer aber fahrtechnisch interessante strassen zu finden waren. so ergab sich im laufe eines anstrengenden nachmittags auch gelegenheit zur hautroetung und gestern abend nach einem verdienten malztrunk zur abkuehlung vorm aufbau des zelts noch ein zwischenspurt ob freilaufender hunde. im laufe des heutigen tages dann weiter nach daugavpils, wo ein sehr modernes hostel und eine gerade aufspielende militaerblaskapelle den nachmittag erfreuten.
so long
Montag, 27. Juli 2009
tatsaechlich brachte eine angenehm zuegige katamaran faehre einen gten haufen passagiere und mich am naechsten tag ins niedliche tallinn. nach kurzem suchen waren touri-info und unterkunftsvergabestelle -beides mit nettem service und langen oeffnungszeiten- gefunden und das apartment bezogen. am naechsten tag dann stadterkundung mit stadtmuseum und verlaufungsaktionen, insgesamt aber sehr angenehmes flair und abends noch live "jazz" in einer schmucken bar. am folgenden vormittag hiess es sich uber die recht befahrenen strassen der 400k einwohner stadt herauszufinden und dann irgendwie ueber landstrassen durch recht flache landschaft und kleine waelder doch an die kueste in die naehe von kaesmu und vosu zu gelangen, ohne uebermaessig durchnaesst zu werden. samstag dann vormittags den waldpfad von ounu erkundet und in ordentlicher waerme nach kunda, dort den regen ausgewartet und witer richtung sandhuegel von kivioli("oelstein") und wieder an die kueste. am darauffolgenden tag gabs fruehs gleich estlands hochsten wasserfall(max 30m) an den klippen ontikas, in kothla-jaerve eine ehrenrunde und in -noemme die besichtigung des oil-shale museums mit untertage-fuehrung auf estnisch. spaeter standen noch die restliche strecke zum peipsi jaerv und eine blutsaugerattacke beim zeltaufbau vor mustvee auf der tagesordnung. heute vormittag dann durch die ueberaschend huegelige landeschaft hinein in die studentenstadt tartu, wo allerdings wegen ferien und montag eher wenig los ist, es sich dennoch gut aushalten laesst.
schoene gruesse
Dienstag, 21. Juli 2009
in tampere gabs u.a. den recht jungen, mit symbolen und guter akustik herausstechenden dom und viele backsteingebaeude aus der industrialisierungszeit sowie einen netten aussichtsturm zu besichtigen. ueber nokia, wo ich sehr viel zeit bei schoenem wetter verbrachte, gings dann erst entlang einer abwechselungsreichen nebenstrasse, dann jedoch ueber die grosse zurueck nach pori, wo das jazz festival am naechsten tag deutlich an fahrt gewonnen hatte. noch einen abstecher nach reposaari und yyteri zum badestrand, bevor dann abends ein jazzkonzert in angenehmer umgebung der ehemaligen baumwollfabrik anstand. sonntag dann per bus zurueck ins 2011 kulturhauptstadt werdende turku, dom und forum marinum besichtigen und etwas schiffe gucken, allzu viele waren fuers tall ships race aber noch nicht vor anker. ueber karina durch vermehrt huegelige landschaft richtung perniö, pohja in die alte huettenstadt fiskars und weiter richtung helsinki. hier bin ich heute mittag bei sonnig-wechselhaftem wetter angekommen, und der erste eindruck von haesslicher stahlglasbetton-architektur ist nach kurzer innenstadtdurchfahrt wie weggewischt. obs morgen oder donnerstag erst nach tallinn geht, ist soweit noch nicht abzusehen; hier wuerde sich sicherlich noch beschaeftigung finden...
Freitag, 17. Juli 2009
schoene gruesse
Montag, 13. Juli 2009
das schon fast grossstadtaehnliche vasa liegt etwas zurueck und es ging tatseachlich weiter die kueste runter. was auf der karte oftmals wie eine kuestenstrasse aussieht, laesst hingegen oftgenug kaum einen blick aufs meer zu. so ging es dann weiter durch finnische naedel- und birkenwaelder, abgewechselt von landwirtschaftlich gepraegtem gebiet. erst getreide und etwas viehzucht, seit kurzem vermehrt rapsfelder und glashaeuser.
in kristinestad war der markt des jahres, abends natuerlich nicht mehr auf, aber trotzdem gute stimmung. bis pori folgte eine verkehrsreiche, langweilige bundesstrasse. angekommen dann den ersten besuch auf dem langen jazzfestival und heute der besuch im weltkulturerbe in rauma, wo eine ganze innenstadt von typischen holzhaeusern wunderbar erhalten ist.
Mittwoch, 8. Juli 2009
nach ausgiebigem pizza essen und wunderbarer unterkunft wurde am naechsten morgen das arcticum in rovaniemi besichtigt, welches sehr zu empfehlen ist . ausstellungsthemen waren u.a. regionale geologie, traditionen und kleidung der samen, arktischer lebensraum und menschliche einfluesse und metsähallitus, die den staatlichen anteil am wald verwaltenden organe.. nach fast fuenf stunden gings dann aber doch endlich raus aus der stadt und auf eher unabwechselungsreicher strecke richtung kemi. die stadt war relativ gross, aber eher unstektakulaer und so gings dann weiter die kueste entlang bis abends nach ii, wo ein wunderbarer lagerplatz zur verfuegung stand.
gestern dann weiter in huebsche oulu, wo es neben leckerem fisch auch wieder camping gas gab. beim verlassen der gemuetlichen, "jungen" stadt wandelte sich die schauer bald in andauernden regen und so verbrachte ich die letzte nacht zusammen mit einem redseligen schweden in einer art scheune.
nun gehts weiter auf erkundungstour durch raahe und dann vermutlich weiter die kueste entlang zumindest bis vaasa...
Samstag, 4. Juli 2009
am selben abend nach kirkenes gings noch ueber die grenze nach finnland -obwohl grenze eigentlich uebertrieben ist.. im ersten nest näätämö gabs dann auch gleich einen supermarkt und der blick auf die uhr verriet noch wenige minuten offen. die tuer war dann aber trotzdem zu, zeitverschiebung.. zur feier des tages schliesslich noch importiertes walfleisch - sooo gut.
am naechsten morgen gings nach ausgiebigen fruehstueck mit ordentlich rueckenwind immer schoen richtung inari, vorbei an unzaehligen seen, rentieren und wald bis an den horizont durch eine schneefreie, aber umso mueckenreichere landschaft. tatsaechlich erreichte ich abend noch die stadt und goennte mir nach knapp 160 tageskilometern so einiges an essen.
auch die naechsten tage ging es bei guten windverhaeltnissen weiter suedwaerts ueber ivalo an der e 75 entlang durch seenreiches waldgebiet.
verstaendigungstechnisch kommt man mit englisch gut durch, finnisch ist fuer mich das reinste raetselraten.
gestern dann neue tagesbestweite mit knappen 170km und am lagerplatz nach andres aus erfurt wieder getroffen und ein stueckel gewandert. vorhin war ein abstecher zu santa claus und dessen kommerzcentrum drin und heute abend gibts endlich bier und eine dusche..
so long..
Dienstag, 30. Juni 2009
der weg zum kapp war, wie beschrieben recht windig und anstrengend, aber machbar. oben angekommen war das wetter auch ok, sodass sowohl am knivskjellodden als auch am eigentlichen kapp was zu sehen war. preislich unverschaemt teuer, und uebermaessig viel zu sehen gabs dann vor ort, aber zelten ging ganz gut. am naechsten tag lief die selbe tour zurueck nach honningsvag dann wie geschmiert, der wind hatte abgeflaut und so boardete ich das nordstjernen, das aelteste und kleinste der hurtigrutenflotte, nach vardo. dort gabs in der frueh nicht viel zu besichtigen, ausser dem dritten und sehr gut erhaltenen fort aus dem 18 jhd. im nahegelegenen kiberg folgte ein stop im partisanenmuseum und ebenso an der vogelklippe von ekkeroy, bevor es abends lecker koenigskrappe in knoblauchsosse und baslsamicosyrup zu essen gab. gestern dann durch varangerbotn und neiden bis ca 20km vor kirkenes gerollt, von wo es lusftlinie nur 1154km nach helsinki sind...
soweit gehts also gut und macht auch spass. vlt gibts heute abend noch ein vorerst letztes mal wal - vom campinggrill....
schoene gruesse an alle!
Mittwoch, 24. Juni 2009
nach tromso gings bei eigentlich fast durchweg gutem wetter durch die schoenen lyngen-alpen mit bis zu 1800m hohen bergen weiter entlang der mit schneebedeckten bergen umsaeumten kueste nach norden.
insgesamt flachten die berge nach norden hin weiter ab, jedoch waren der ein oder andere anstieg noch mit dabei. streckenweise waren viele der haeuser nicht dauerhaft bewohnt und daher die versorgungssituation nicht so gewohnt gut, aber bei weitem nicht kritisch. in alta wurde die nahrungsvorraete nochmals aufgestockt und dann gings in einem ritt nach kautokeino. anfangs durch einen kleinen kanyon, dann durch weite, mit kleinwuechsigen birken bewachsene, huegelige landschaften hinein in eine der hauptregionen samischer kultur. davon gab es vor ort jedoch nicht wirklich viel zu sehen, eine kleines museum, eine samische (orthodoxe) kirche und kunstgewerbe stellten die highlights dar. da nur ein bus pro tag nach alta zurueckfuhr hiess es wieder aufs radel steigen und zurueck.
am naechsten vormittag standen dann die steinzeichnungen von alta auf dem programm, wobei es im zugehoerigen museum noch eine ausstellung ueber polarlichter, finnmark waehrend und nach dem 2. weltkrieg und sportliche hoehepunkte gab. die zeitweilig vom bergbau (kupfer, schiefer) gepraegte region wurde recht vollstaendig niedergebrannt, und so war das stadtbild dann entsprechend neuzeitlich gepraegt.
der weitere weg fuehrte anfangs entlang der kueste, dann ueber eine sehr karge 300m hohe ebene, welche eigentlich nur rentiere nutzen koennen, weiter richtung nordkapp. da hammerfest mit der schneewittchen-insel, der noerdlichsten gas anlandung und fluessiggasterminal, gewissermassen auf dem weg liegt, stand der abstecher natuerlich noch an.
gesundheitlich gehts mir soweit recht gut, die 500km der letzten 4 tage sind allerdings schon in den knien zu spuehren und auch im hals scheint sich was zu tun. von daher gehts heute nacht erstmal in eine kabine und hoffentlich haellt sich das wetter noch einige tage. schaetze in 3 tagen ist das kapp dann endlich erreicht...
bis dahin viele gruessse
Mittwoch, 17. Juni 2009
nach etwas hektischer abreise gings per nachtzug nach bodo. dort habe ich den saltstraumen gezeitenstrom angeguckt und auf die mitradler thomasz und agnezka gewartet. am naechsten tag fuhren wir nach moskenes und von dort aus die naechsten 3 tage gemeinsam die e10 entlang. spaetes aufstehen und gemuetliches radeltempo bei freundlich wechselhaftem wetter, jedoch wenige sehenswuerdigkeiten, so verlief die gemeinsame tour bis svolvaer. dort trennten sich unsere wege, und fuer mich ging es nun weiter gen norden ueber storstad, andenes -ohne whalewatching wegen schlechten wetters- und botnhamn nach tromso. soweit scheint alles fit, vlt ein wenig kratzen im hals, aber die beine und das rad spielen mit, sodass die weitere tour in etwa folgendermassen angedacht ist: ueber entlang der kueste ueber alta und hammerfest ans nordkap, dann richtung kirkenes und durch die finnische nordkalotte hinunter nach helsinki. aber das ist bisher nur eine ueberlegung, wird sich sicherlich noch zeigen ob es tatsaechlich drin ist. soweit schoene gruesse und bis bald
Samstag, 6. Juni 2009
die uniangelegenheiten in trondheim sind eigentlich fast alle gegessen, examen vorbei und hoffentlich bestanden.
am montag sind paul und robert wohlbehalten in trondheim angekommen und haben sich die stadt radelnd angeguckt. abend wurde dann neben skatspielen und wodka verkosten auch noch die grobe reiseroute abgesteckt und so gings dann dienstag mittag mit der schnellfaehre(wirklich recht zuegig!) durch den fjord nach kristiansund. im hafen ist das boot dann zum abschluss noch ein bisschen in den kai gerauscht, aber außer ein paar dellen und verbiegungen ist nichts passiert. schon waehrend der faehrfahrt hatte sich das als schlecht angekuendigte wetter auch eingestellt, und so wurde nach besorgung von angelleine und wanderkarte dann auch gleich die faehre auf die insel averoy genommen. dort angekommen folgten wir am ersten tag der landstraße und fanden einen gemuetlichen campingplatz auf einer schafsweide.
am naechsten morgen folgten wir dem weg in die naechste siedlung kvernes, wo es zwar keine nahrungsversorgungsstelle, aber eine interessante stabskirche zu besichtigen gab. bei weiterhin wechselhaftem wetter zwischen sonnenschein und hagelschauern ging es ueber den ersten groesseren huegel ins nahegelegene nelda. frisch mit nahrung und wandertips ausgestattet verlief die route weitere route recht steil in richtung des hoechsten gipfels der insel. oberhalb der baumgrenze fand sich neben schoenen ausblicken noch ein guter platz fuers zelt, und damit schutz.
nach unruhiger und frischer nacht entschlossen wir uns gegen die besteigung des gipfels, weil in wolkengehuellt, und machten uns ueber die "hochebene" auf zum anderen ende der insel. mehrfach verloren und fanden wir den pfad und gelangten schliesslich auf den "goldzahn", von wo aus sich ein guter ausblick auch auf die atlantikroute gab. der anschliessende ca 1,5h abstieg war fuer die knie doch recht belastend und robert hatte auch gelegentlich mit seinen rutschigen stiefeln zu tun. im naechsten ort fand sich dann entgegen kartenauskunft keine faehre, doch ein ueberaus freundlicher busfahrer nahm uns mit und gab ausfuehrlich auskunft ueber weitere reisemoeglichkeiten. zurueck in bremsnes trennten sich dann pauls und roberts wege von meinen, da sie guter dinge und gesundheit per bus weiter richtung sueden und ich zurueck nach trondheim fuhren.
ab montag gehts dann durch die lofoten und hoffentlich noch weiter...
Montag, 4. Mai 2009
von vorlesungen zumindest.. zwecks pruefungsvorbereitung gehts studieren natuerlich weiter. aber eben zur abwechselung auch mal raus. samstag frueh gings zeitig los und nach rund acht stunden busfahrt wurde das ziel erreicht. in geiranger wurde extra fuer die hungrigen (nja, eher durstigen) studenten die einzige nahrungsmittelversorgungsstelle kurzzeitig geoeffnet und der abend war gerettet. das als verregnet angekuendigte wetter trat am spaetnachmittag ausnahmsweise ein und so wurde sich bis zum grillen in die schmucken cabins zurueckgezogen. am naechsten morgen wurde dann die bootstour nachgeholt und hat sich wirklich gelohnt. vom stellenweise angeblich 1000m tiefen fjord aus machten die umliegenden berge einen noch groesseren eindruck und die rumfahrerei war auch ganz lustig. vom ort geiranger aus wurde dann eine wanderung mit unterschiedlichen zielen unternommen, so u.a. zu aussichtspunkten und einem unterlaufbaren wasserfall. wieder im tal angekommen gings an die resteverwertung des vorabends und ins hiesige fjordcenter, in dem die traditionelle lebensweise, die veraenderungen durch tourismus und den anschluss ans verkehrsnetz, sowie die pflanzen- und tierwelt im weltkulturerbe dargestellt wurden. unmittelbar danach war allerdings schon rueckreisetermin, ueber nadeloehrende bergstrassen und durch bzw entlang anderer fjorde.
Sonntag, 26. April 2009
bevor die luecken zwischen den eintraegen -und in meinem gedaechtnis- zu gross werden, noch eine kurze zusammenfassung der letzten woche.
per einmailen eines cv's/lebenslaufs konnte man sich neben freiem kaffee eine praesentation ueber ormen lange, eines der groessten und erst kuerzlich angezapften gasfelder norwegens, anhoeren. diese fand im vip-bereich des rosenborg stadiums statt, danach gabs buffett und ein eher mittelmaessiges spiel von den gepolsterten sitzen aus zu sehen(1:1 gegen oddland). deluxe...
erkaeltungsbedingt gings die naechsten paar tage sehr ruhig und verschlafen zu..
gestern dann war die russ, sowas wie das kollektivfeiern von schuelern und studenten anlaesslich der abipruefungen/ende der schulzeit. in roten und blauen hosen, oft angemalt und seit dem fruehen nachmittag am vorgluehen, war die stimmung bei wunderbarem fruehlingswetter entsprechend ausgelassen und die strassen, wiesen und clubs ueberaus bevoelkert.
ans studieren erinnern einen die letzten vorlesungen und die nahenden examen, beginnend naechste woche. na dann..
Mittwoch, 15. April 2009
also puenktlich zum 1. april gings mit dem nachtzug ueber oslo nach stavanger. im schmucken staedtchen mit knappen 115000 ew. konnte dann auch bald das b&b bezogen werden und so gings auf erkundungstour. das oertliche oelmuseum ist definitiv einen besuch wert. mit multimedialer unterstuetztung, modellen und exponaten zum anfassen wird von der entstehung bis zur produktion vieles sehr gut vermittelt. im weiteren tagesverlauf ging es dann noch in den sehr gut erhaltenen dom , auf eine kleine einrollung durch die naehere umgebung und abends mit ein paar netten maedels durch die lokale kneipenlandschaft.
aehnlich vernebelt wie stavanger war am naechsten morgen auch mein kopf und so gings leicht verspaetet suedwaerts ins geschaeftige sandnes und von dort etwas desorientiert weiter nach lauvvik. gleich vor und nach der ersten faehrenfahrt ergaben sich wunderbare ausblicke auf die hogs- und lysefjord, an den ufern von letzterem verlief die strasse dann auch. bei schoenem wetter gings weiter durch teils bergiges gelaende entlang der r13 und schliesslich bis fast an die preikestolenhytta.
zeitig am samstag begann dann auch der mit ca 2h angegebene aufstieg durch unwegsames gelaende, entlang von flachmooren und ueber schneebedeckte fjelle. bei strahlendblauem himmel war ich dann der einzige auf dem felsplateau mit der postkartenaussicht schlechthin. knapp 600m sind es nahezu senkrecht hinab ans fjordufer und die leichten windboen verstaerkten das luftige erlebnis. beim abstieg begegnete mir dann auch ein kommilitone zwischen den aufsteigenden. entlang der kueste bis tau, und von dort durch das tysdal bis zu einem schiessstand hinter hjemeland.
tiefhaengende wolken, regen und etwas hagel begleiteten den vormittag waehrend es entlang des josenfjordufers in richtung vadla und von dort aus ueber die ersten richtigen berge hinauf zum mosvatnet ging. gleich in der naehe, allerdings nicht in sicht, liegt der blasjo, das groesste fur die stromerzeugung genutzte wasserreservoir des landes. an etlichen ferienhuetten vorbei und wieder hinab ins tal durch eine von vieh- und holzwirtschaft und teils von kiesgruben gepraegte landschaft weiter auf dem ryfylkevegen zum nachtlager in einer scheune nahe nesflaten.
tags drauf abermals durch verschneie taeler nach hara, wo ich den abzweig nach roldal und zur dortigen stabkirche vergass. stattdessen ging es hinauf zum skilift und die ein- und abfahrt durch zwei 5 und 2,5km lange tunnel unter dem seljestad hinab ins wunderbare josendal mit aussicht auf die schneebedeckte hardangervidda hochebene. am latefosswasserfall vorbei gings dann in die huettenstadt odda (laut reisefuehrer alu und zink), durch den ueber 11km langen folgefonntunnelen in eine herrlich fjordlandschaft von mauranger- und sildafjord bis etwa aenes.
in rosendal waren die baroniet, skandinaviens kleinstes schloss, sowie die kirche noch nicht auf touristen eingestellt und so ging es mit ausblick auf die kvinnheradsfjord und gelegentlich den folgefonnnationalpark mit dem drittgroessten gletscher norwegens abermals durch den tunnel zurueck in den sorfjord. bei wechselhaftem wetter durch die obstanbaugebiete nordwaerts rollend erreichte ich die siedlung agatunet, welche ca 40 teilweise bewohnte haeuser vom 13. jhd bis heute vorweisen kann. mit ein- und ausblicken in/auf eid- und hardangerfjord fuehrte die route schliesslich bis nach utne, wo sich eine windige nacht ankuendigte.
mittwoch, der tag mit den schoensten panoramas begann auf der verkehrsruhigen touristenstrasse entlang der suedseite des hardangerfjords. nach herand hineinrollend zeigte sich eine landschaft des fjords und der umgebenden schneebedeckten berge von fantastischem anblick. von jondal querte ich den fjord auf die landschaftlich weniger schoene nordseite des hardangerfjords und folgte der r49 bis gjermundhamn, um die erhoffte einkaufmoeglichkeit verschlossen vorzufinden. entaeuscht weiter bis olve.
mit nassem zelt im gepaeck ging es bei aufklarendem wetter durch verschlafene buchten nach vage, auf die faehre und zuerst auf dem zigzag-radweg, dann aber entlang der strasse nach bergen. entlang des weges in die innenstadt auf guten radwegen lag auch die gastresidenz der koeniglichen familie.
im laufe der naechsten tage habe ich die meisten der offenen museen (ueber ostern fahren die norweger traditionell zum skifahren etc. in ihre huetten in den bergen, sodass in den bergener museen u.ae. wenn nur verkuerzte oeffnungszeiten stattfinden), sowie die stadt selbst radelnd besichtigt und die oertliche kneipenlandschaft erkundet. mit 240 regentagen im jahr bieten sich mueseumsbesuche durchaus an und es gibt sie normalerweise auch in huelle und fuelle. im hanseatischen museum wurde knapp der einfluss und das exportmonopol der hanse fuer nordischen stockfisch dargestellt und viele gegenstaende aus jener zeit in einem holzhaus untergebracht. von vikingerbooten bis zum tanker waren sehr viele exponate im schifffahtsmuseum zu sehen, aber auch die geschichte der stadt, ein bisschen zu den vikingern selbst und einigen anderen themen mehr wurden anschaulich dargeboten. im brygge museum wurde die bau- und lebensweise im deutschen viertel etwas naeher beleuchtet.
da petrus aber gnaedig war und die statistik gebrochen hat, waren auch die wanderung zu ulrikes gipfel und durch die huebschen strassen nahe der innenstadt und zwischen den holzhaeusern drin. im hafen lagen neben der christian radich und staatsrad lemkuhl auch das servicevessel island wellserver, sowie etliche trawler. weiter im norden der stadt war gamle bergen und sandvik definitiv einen abstecher wert, zumal dort auch einige bootsrestauratoren ueber die osterfeiertage am werkeln waren.
auf der heimfahrt fuehrte die bahnstrecke u.a. durch die winterlandschaft von voss, am hallingskarvet und geilo vorbei, ueber oslo zurueck ins kuehle, aber mittlerweile schneefreie trondheim...
Sonntag, 29. März 2009
die fysioterapi wurde vom therapeuten als erfolgreich und beendet erklaert, sodass die schulter nun schrittweise wieder trainiert werden duerfe - 100%iges vertrauen meinerseits besteht hingegen noch nicht.
nach dem kurzen ausflug nach schweden mitte der woche, laeuft gerade die planung der osterferien, welche hier naechste woche beginnen. vermutlich wirds weiter suedlich die kueste/fjorde entlang gehen, da im inland bzw in hoeher gelegenen regionen noch recht viel schnee liegt. sodann..
Sonntag, 15. März 2009
auch wenn ichs selber nicht wirklich gedacht hab, durch die midterm exams wird man aber unvermeidlich darueber in kenntnis versetzt, dass das semester nun schon gut zur haelfte rum ist. dementsprechend gehn mir grad alle moeglichen sachen durch den kopf, die noch unsortiert und unerledigt sind, v.a. aber reise- und praktikaplaene.
der schnee schmilzt (endlich) dahin, ringsum zwitschern die voegel und die ersten baeume knospen: der fruehling haelt also langsam einzug. zwar sieht man immernoch leute mit langlaeufern unterwegs und die eisangler sitzen auf dem noch eisbedeckten jonsvatn, aber das ist wohl nicht ehr lange der fall.
die vergehende woche stand bei vielen sachen unter dem horror thema, sodass gerade rocky horror mehrfach aufgefuehrt wurde. am freitag war im huset wieder mal konzert, was philipp und den andern metal begeisterten sicher gut gefallen haette.
weiterhin gibts grad nicht so viel zu berichten, die fysio laeuft und das vertrauen in die schulter kehrt langsam wieder zurueck.
Dienstag, 3. März 2009
Bei den besuchen der meist auf norwegisch gehaltenen firmenpraesentatitionen ist neben einer uebersaettigung an pizza auch ein bewerbungsgespraech rausgekommen. Habs versucht etwas als training zu sehen, bisher gabs auch noch keine rueckmeldung.
Letztes wochenende gings nach grong, etwa 200km noerdlich von hier. Indem an fuer sich recht kleinen nest gibt’s aber eine ganze reihe an badmintonbegeisterten und dementsprechend gross war auch der zulauf; sogar aus oslo waren einige angereist. Gespielt wurde in verschiedenen klassen und den kategorien einzel, doppel und mix, eben auf zweieinhalb tage verteilt. Fuer mich persoenlich lief der ganze event sportlich wenig erfolgreich; zu gewinnen gabs da eher erfahrung und die erkenntnis ueber trainingsschwerpunkte etc.
Am selben wochenende hatte hier auch das 10 taegige isfit festival begonnen, bei dem studenten mit nationalen und internationalen groessen zum thema peacebuilding diskutieren konnten. Neben vortraegen gabs auch workshops, ausstellungen, konzerte und sonstige happenings. Von dem was ich mitbekommen hab wars ne ganz gute angelegenheit, scheint auch von den studenten sehr gut auf- und mitgenommen worden zu sein.
samstag war snowboarden in oppdal angesagt, was ca 2h suedwestlich von hier liegt. Auf den pisten lag ordentlich schnee, und auch abseits davon konnte man mit offenen augen recht gut fahren, da es die nacht vorher nochmals neuschnee aber auch etwas wind auf den kahlen bergen gab. Ordentlich schnee, recht wenige leute, gutes wetter... Und die erste auskugelung der linken schulter. Auf einer der letzten abfahrten hats mich dann doch unguenstig geschmissen und beim versuchten abfangen ist sie dann rausgerutscht. Beim liftie dann die optische gewissheit und dort kam nach wenigen minuten auch die ski patrolje an. In echt kurzer zeit sass die kugel wieder in der pfanne und mittels snowmobil gings dann rechtzeitig zurueck zum bus; abends dann nochmal zum check in krankenhaus und diese woche dann zur fysioterapi.
ein paar neue bilder sind auch oben...
Donnerstag, 12. Februar 2009
elche gibts hier wirklich! und die sind gar nicht mal so scheu. auf dem abendlichen weg zum training in dargvoll, was recht nah am wald liegt, standen gemuetlich an den hecken der vorgaerten knappernd eine elchkuh mit zwei kaelbern. fuer ein photo waren sie zwar nicht zu haben, aber die groesse der kuh war schon ordentlich..
anders, aber auch etwas aussergewoehnlich war die firmenkontakboerse letzte woche. sie ging gleich ueber drei tage, mit wechselnden teilnehmern und speedpraesentationen a 3min/firma, und war eine willkommene abwechselung. neben vielerlei kleinigkeiten zum einsammeln gabs auch hinweise zu internships/summerjobs. fast alle befragten firmen zeigten sich offen auch studenten aus anderen laendern zu beschaeftigen, wenn denn profil und bewerbung passend ist..
da es in der letzten woche auch nochmals geschneit hat, gaben stadt und umgebung wieder ein schoenes bild und die wintersportbedingungen natuerlich wunderbar. am wochenende gabs den langersehnten ausflug nach vassfjellet zum boarden. schneebedingungen waren richtig gut, wenig leute am lift und einen schoenen blick vom berg gabs obendrein. lecker pizza gebacken wurde dann abends bei tomasz und anjeska, richtig gut und auch noch was gelernt bei..
internationale verkoestigung durch und fuer alle beteiligten fand am mittwoch bei ravan statt, wunderbare sache und sowas von yummy
sodann
die veroeffentlichten alben
Donnerstag, 29. Januar 2009
die langlaeufer sind in den letzten tagen oefter mal zum einsatz gekommen, was u.a. an dem shuttleservice zu studentischen (ski-)huette liegt. der luxurioese service beinhaltet abholung am studentenwohnheim bzw in der stadt und die fahrt direkt an den parkplatz vor der huette. dort befindet sich ein ca. 3km langer, beleuchteter rundkurs, wo man von der lokalen sportjugend oft genug ueberundet wird. in der huette selbst kann -bei erfolgter voranmeldung- gespeist, geduscht und am kamin geruht werden, bevor das shuttle fuer die sichere heimkehr sorgt. weiterhin gibts ca. 10 min hinterm haus richtung liaassen einige loipen, wo man sich auch gut austoben kann. insgesamt sind die norweger sportlich viel unterwegs, auch bei kuehlerer witterung sind jogger, radler und skifahrer ein alltaeglicher anblick. unisport gibts obendrein genug und satt..gleiches gilt auch fuer die zur wahl stehenden kurse, sodass der stundenplan grad recht voll ist. der erste eindruck hat sich bisher bestaetigt und ich glaube, dass auch etwas haengen bleibt. diese woche steht eine blockvorlesung ueber vier tage auf dem programm, was inhaltlich und ausdauertechnisch mitunter anstrengend ist. im gegenzug gabs schon die ein oder andere zusatzveranstaltung mit verkoestigung..
party geht hier gelegentlich im studentenbetriebenem, wohnungsnahen haeuschen, donnerstags ist studententag in vielen kneipen in der stadt und das oft beschworene grosse studentenhaus samfundet ist immernoch zu erkunden. neben filmabenden und andersweitigen gemeinschaftsaktivitaeten stellen die internationalen gemeinschaften auch mottoparties auf die beine, zb wurde am montag australia day zelebriert.
so long
Mittwoch, 14. Januar 2009
los gehts
vorgestern gabs den ersten unterricht. das institut ist etwas abseits vom grossen gloshaugen campus, gleich beim stadion. auf mich wirkt alles groesser und umfassender als in freiberg. so gibts eine bibliothek gleich im haus, allerorten scheinen rechner fuer studenten zugaenglich, und die unterrichtsmaterialien sollen spaeter im netzwerk zur verfuegung stehen. von den gut gepflegten industriekontakten sollen wir in gastvorlesungen und in auf tatsachen basierenden uebungen profitieren koennen. man darf also gespannt bleiben.
ansonsten passt das drumherum auch ganz gut. die 3 mitbewohner lena, asmund und frode sind freundlich, hilfsbereit und umgaenglich, unisport gibts auch genug -wenn denn die erkaeltung endlich mal weg ist- und die uni unterhaelt auch wanderhuetten im umfeld. in der stadt selbst gibt es natuerlich auch noch viel zu entdecken...
Samstag, 3. Januar 2009
ankunft in trondheim
die fahrt nach hamburg, trotz des recht grossen platzangebots im kangoo etwas zusammengekauert, hatte wunderbar gepasst. am schalter dann etwas ernuechternd: uebergewicht. 44kg in der box waren doch etwas viel, also in der hektik noch umpacken. letztlich blieb das snowboard zurueck, der karton war dank vaters knotenkuensten transportabel und die reise konnte fortgesetzt werden.
bei wunderbarem wetter ging es nach oslo, entsprechend viel war von den noerdlichen nachbarn zu sehen. im dunkeln dann weiter von oslo nach trondheim, wo vor der landung noch mal geschaukelt und die abziehenden schneewolken durchflogen wurden. landung dann auf schneeweissem rollfeld, alles einwandfrei. die ganze landschaft war huebsch in frischen schnee eingepackt und die innenstadt noch weihnachtlich bunt beleuchtet und gab auch so etwas gemuetliches her.
an der rezeption des wohnheims wurde dann der schluessel ausgehaendigt, wichtige infos mitgegeben und grossraumtaxi/kleinbus bestellt. nach mehrfacher vergewisserung an der richtigen adresse zu sein, kehrten wir wieder zur rezeption zurueck, weil der schluessel nicht passte. eine andere unterkunft konnte bezogen werden, wo bereits lee, ein kleiner suedkoreaner, sein nachlager eingerichtet hatte. er war gewissermassen vor seiner zeit angereist, seine zimmer noch nicht bezugsfertig. ausser feldbetten und bettzeugs war nix vorhanden in der zweierbude, heizung und warmwasser funktionierten jedoch einwandfrei.
am samstag morgen stand nach kurzem einkauf ein erneuter besuch der eigentlichen unterkunft auf dem programm. in den unterlagen war auf einem anderen zettel die zimmernummer vermerkt. im doppelhaus wohnen regulaer acht leute, es gibt daher zwei eingaenge…Wer lesen kann ist wohl doch im vorteil…
insgesamt macht die unterkunft soweit einen guten eindruck. durch einen wintergarten geht’s in die zentrale kueche. die zimmer selbst sind garaeumig, nur die bewohner fehlen noch...