Donnerstag, 17. September 2009

da war doch noch was...
mitllerweile bin ich schon soweit wieder im alltag angekommen, dass die gelegentliche aktualisierung des blogs voll au dem blickfeld gerueckt ist.
am 18. august war ich abends bei meinen eltern in erfurt wohlbehalten angekommen und konnte den ganz normalen luxus wieder in vollen zuegen geniessen.
im wesentlichen verliefen die letzten etappen der tour noch durch weiterhin recht flache landwirtschafltich-gepraegte landschaften, die wunderschoene innenstadt poznans, vorbei an den tabakfeldern an der oder weiter nach zgorzelec/ goerlitz. letzteres schien gefuehlt mit npd-, aber auch anti-rechts-plakaten gepflastert zu sein. weiterhin en route befanden sich noch bautzen, meissen, riesa und leipzig, von wo es dann ab weisenfels gemuetlich flussaufwaerts bis in thueringer becken ging. auf den letzten kilometern stellten sich die bekannten probleme der auffindung und des folgens der radroute wieder ein, fast so als kenne man sich dort nicht aus...
in uebertriebener langsamkeit erfolgten in den naechsten wochen natuerlich die besuche von verwandten, wohnungssuche in freiberg und sehr allmaehliche pruefungsvorbereitung. und nach all der anstrengung war es an der zeit fuer eine pause; die selbst im urlaub befindlichen eltern wurden auf der in antwerpen gestrandeten amelie besucht. nach behobenem anlasserproblem konnten sie ihren segelurlaub gluecklicherweise fortsetzen. nach ein paar schoenen tagen mit ihnen auf dem boot und einem kurzen abstecher ins niederlaendische delft gings dann wieder heim.

Montag, 10. August 2009

von daugavpils aus suedwaerts gings erstmal eine schnurgerade strasse entlang und irgendwann bei zarasai nach litauen. weiterhin durch huegeliges terrain ueber ignalina ins schoene vilnius, wo sich abends die chance ergab, die Odessa 4 nochmals neben anderen live zu erleben. ansonsten war erfurts litauische partnerstadt auch sonst sehr ansehnlich, einzig die beschilderung war wenig vorteilhaft. von der hauptstadt dann richtung westen weiter ueber die dem touristenansturm noch nicht ganz gewachsene stadt trakai mit ihrer grossen, auf einer der inseln errichteten festung weiter ueber huegelige nebenstrassen nach alytus, bis lazdijai und nach polen einradeln. vorbei an elk, pisz und szczytno durch masurische landschaften mit meist scheinbar versteckten seennach olsztyn, wo es neben backsteingothik auch dermassen viele deutsche handelsketten zu finden gab, dass ein fast heimeliges gefuehl aufkam. nach ostroda gings entlang der 16 und dann der teils fast schon bergigen 15 folgend bis heute ins mit nochmehr backsteingothik uebersaehte torun.

Freitag, 31. Juli 2009

kurzmeldung:
von tartu gings beladen mit neuem reifen richtung polva. am naechsten tag dann durch polva nach voru, wo kurz vor der einfahrt dann auch der latschen gebraucht wurde, also wunderbares timing. ueber rouge mit seinen seen und alternativen energiequellen dann durch estlands berge zum hoechsten baltischen punkt bei haanja. am darauffolgenden morgen folgte der einritt nach lettland im nieselregen durch immernoch recht huegelige landschaft. in aluskne stand das naturmuseum mit einer sammlung von flouroszierenden mineralien und anschliessend die fahrt nach gulbene in der schmalspurbahn an. am bahnhof wiesen zwei im lokschuppen untergebrachte briten den weg zur traditionellen saune, die sich gewaschen hatte. nicht mehr ganz so huegelig gings dann weiter in richtung madona. von da aus dann nach laudona, wo das erwartete grosse zewntrum zu den nationalparks nicht, dafuer aber fahrtechnisch interessante strassen zu finden waren. so ergab sich im laufe eines anstrengenden nachmittags auch gelegenheit zur hautroetung und gestern abend nach einem verdienten malztrunk zur abkuehlung vorm aufbau des zelts noch ein zwischenspurt ob freilaufender hunde. im laufe des heutigen tages dann weiter nach daugavpils, wo ein sehr modernes hostel und eine gerade aufspielende militaerblaskapelle den nachmittag erfreuten.
so long

Montag, 27. Juli 2009

kurzmeldung:
tatsaechlich brachte eine angenehm zuegige katamaran faehre einen gten haufen passagiere und mich am naechsten tag ins niedliche tallinn. nach kurzem suchen waren touri-info und unterkunftsvergabestelle -beides mit nettem service und langen oeffnungszeiten- gefunden und das apartment bezogen. am naechsten tag dann stadterkundung mit stadtmuseum und verlaufungsaktionen, insgesamt aber sehr angenehmes flair und abends noch live "jazz" in einer schmucken bar. am folgenden vormittag hiess es sich uber die recht befahrenen strassen der 400k einwohner stadt herauszufinden und dann irgendwie ueber landstrassen durch recht flache landschaft und kleine waelder doch an die kueste in die naehe von kaesmu und vosu zu gelangen, ohne uebermaessig durchnaesst zu werden. samstag dann vormittags den waldpfad von ounu erkundet und in ordentlicher waerme nach kunda, dort den regen ausgewartet und witer richtung sandhuegel von kivioli("oelstein") und wieder an die kueste. am darauffolgenden tag gabs fruehs gleich estlands hochsten wasserfall(max 30m) an den klippen ontikas, in kothla-jaerve eine ehrenrunde und in -noemme die besichtigung des oil-shale museums mit untertage-fuehrung auf estnisch. spaeter standen noch die restliche strecke zum peipsi jaerv und eine blutsaugerattacke beim zeltaufbau vor mustvee auf der tagesordnung. heute vormittag dann durch die ueberaschend huegelige landeschaft hinein in die studentenstadt tartu, wo allerdings wegen ferien und montag eher wenig los ist, es sich dennoch gut aushalten laesst.
schoene gruesse

Dienstag, 21. Juli 2009

kurzmeldung:
in tampere gabs u.a. den recht jungen, mit symbolen und guter akustik herausstechenden dom und viele backsteingebaeude aus der industrialisierungszeit sowie einen netten aussichtsturm zu besichtigen. ueber nokia, wo ich sehr viel zeit bei schoenem wetter verbrachte, gings dann erst entlang einer abwechselungsreichen nebenstrasse, dann jedoch ueber die grosse zurueck nach pori, wo das jazz festival am naechsten tag deutlich an fahrt gewonnen hatte. noch einen abstecher nach reposaari und yyteri zum badestrand, bevor dann abends ein jazzkonzert in angenehmer umgebung der ehemaligen baumwollfabrik anstand. sonntag dann per bus zurueck ins 2011 kulturhauptstadt werdende turku, dom und forum marinum besichtigen und etwas schiffe gucken, allzu viele waren fuers tall ships race aber noch nicht vor anker. ueber karina durch vermehrt huegelige landschaft richtung perniö, pohja in die alte huettenstadt fiskars und weiter richtung helsinki. hier bin ich heute mittag bei sonnig-wechselhaftem wetter angekommen, und der erste eindruck von haesslicher stahlglasbetton-architektur ist nach kurzer innenstadtdurchfahrt wie weggewischt. obs morgen oder donnerstag erst nach tallinn geht, ist soweit noch nicht abzusehen; hier wuerde sich sicherlich noch beschaeftigung finden...

Freitag, 17. Juli 2009

von taivassalo aus fuehrte der weg westwaerts nach kustavi und vuosnainen. die faehre um einige minuten verpasst verbrachte ich die zeit u.a. mit baden. auf brändö dann per bus quer ueber die insel, um die naechste faehre zu erwischen. von hummelvik aus dann gings weiter auf gemuetlicher, da wenig befahrener strasse durch obst- und ackerbaugebiet in flachhuegeliger landschaft bei schoenem wetter, vorbei an der kastellholmen-ruine bis kurz vor marienhamn. dort gabs am naechsten morgen nicht soviel zu sehen und um die naechste faehre nehmen zu koennen weiter nach långnäs. es stellte sich heraus, dass die faehre gar nicht bis nach korpo, sondern vorerst nur nach kökar macht, so dass ein wunderbar sonniger nachmittag auf schon von franziskanern besiedelten, sonst recht verschlafenen schaere anstand. spaeter dann weiter in schoener abendstimmung ueber korpo nach nagu. am naechsten morgen dann durchs "hinterland" in die stadt selbst und bei fast schon heissen temperaturen weiter ueber kaarina ins wuselige turku, der ehemaligen hauptstadt finnlands und per zug nach tampere. jetzt gehts erstmal ein bisschen auf stadterkundung und nachher dann ueber nokia richtung westen.
schoene gruesse

Montag, 13. Juli 2009

kurzmeldung:
das schon fast grossstadtaehnliche vasa liegt etwas zurueck und es ging tatseachlich weiter die kueste runter. was auf der karte oftmals wie eine kuestenstrasse aussieht, laesst hingegen oftgenug kaum einen blick aufs meer zu. so ging es dann weiter durch finnische naedel- und birkenwaelder, abgewechselt von landwirtschaftlich gepraegtem gebiet. erst getreide und etwas viehzucht, seit kurzem vermehrt rapsfelder und glashaeuser.
in kristinestad war der markt des jahres, abends natuerlich nicht mehr auf, aber trotzdem gute stimmung. bis pori folgte eine verkehrsreiche, langweilige bundesstrasse. angekommen dann den ersten besuch auf dem langen jazzfestival und heute der besuch im weltkulturerbe in rauma, wo eine ganze innenstadt von typischen holzhaeusern wunderbar erhalten ist.